Flaum

Laut der neuen deutschen Rechtschreibung von 1996 (Lexikographisches Institut, München) spricht man im Falle
von Flaum von kleinen, weichen Federn. Dadurch setzt man diesen mit dem Wort Dunen gleich. Der Begriff ist jedoch
in der Fachsprache der Plumologie, der Gefiederkunde nicht gebräuchlich. Zwar wird Flaum im ausführlichen
deutsch-lateinischen Handwörterbuch von Karl Ernst Georges (1806–1895) mit Plumae übersetzt und somit der Fachbe-
griff Plumologie hergeleitet, jedoch findet er im Zusammenhang mit diesem Themengebiet eher umgangssprachliche
Verwendung. Eine zweite Bedeutung liegt in der Charakterisierung von feingliedrigen, weichen Oberflächen. Auf dem
Onlineportal des Dudens stößt man auf diese Mehrdeutigkeit. Hier sind folgende Definitionen verzeichnet:

1. Gesamtheit der Flaumfedern bei Vögeln
2. a. feiner, zarter Haarwuchs (eines Säuglings), erster Bartwuchs
2. b. weicher, pelziger Überzug
(http://www.duden.de/rechtschreibung/Flaum_Federn_Haare_Pelz)

Genau wie der plumologische Begriff Flaum steht das typografische Pendant nicht für ein Einzelelement, sondern für
ein gesamtes Alphabet. Beide leiten sich aus ihrem Kontext ab, sind jedoch für diesen fachlich nicht korrekt.
Der Font ist keine typische Wechselzugschrift, lediglich eine vom Schreiben beeinflusste Sans Serif. Im Rahmen der
Grotesken ist sie eine runde, rollende Variante. Man könnte sagen, eine Serifenlose mit weichem, pelzigen Überzug.

Die Schrift ist ein Zwischenstand, entstanden im SS 2011 im Master Editorial Design an der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle.